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Sich selbst vergeben

27. Okt.
2 Min. Lesezeit

Liebe Freunde, gerade hörte ich das Lied "Love Divine" von Seal, wo er von einer Art göttlichen (divine) Liebe sang. Ich fragte mich, wenn man eigene Fehler in vergangenen Beziehungen gemacht hat, was macht das mit einem selbst und wie kann man weitermachen, wenn man die betroffenen Personen nicht mehr um Verzeihung bitten kann. Was macht das mit mir selbst und was lerne ich daraus? Die KI sagt mir hier Folgendes:

Viele Sänger, Dichter und Schriftsteller gelangen im Laufe ihres Lebens zu einer ähnlichen Erkenntnis: Sie haben die Liebe einst falsch verstanden. Erst im Rückblick erkennen sie, wie sehr Angst, Unsicherheit, Stolz oder Unreife ihre Beziehungen geprägt haben. Was sie damals für Liebe hielten, erwies sich oft als Bedürftigkeit, Besitzdenken oder die Suche nach Bestätigung.

Mit dieser Einsicht entsteht häufig Reue. Man bedauert verletzende Worte, verpasste Chancen oder Menschen, deren Wert man erst erkannt hat, als sie längst gegangen waren. Die Bitte um Verzeihung richtet sich dabei zunächst an den ehemaligen Partner. Doch wer den Mut hat, tiefer zu blicken, erkennt eine weitere Wahrheit: Vergebung ist auch sich selbst geschuldet.

Denn der Mensch von damals verfügte nicht über die Erfahrungen und Erkenntnisse des Menschen von heute. Er handelte mit den Möglichkeiten, Ängsten und Überzeugungen, die ihm zu jener Zeit zur Verfügung standen. Verantwortung für Fehler zu übernehmen ist notwendig. Sich lebenslang dafür zu verurteilen hingegen führt selten zu Wachstum.

Wahre Reife entsteht erst dort, wo Ehrlichkeit und Selbstvergebung zusammenfinden. Reue ohne Selbstvergebung wird leicht zur Selbstbestrafung. Selbstvergebung ohne Reue dagegen verkommt zur Ausrede. Erst die Verbindung beider Haltungen ermöglicht Entwicklung.

Vielleicht liegt darin die tiefere Botschaft vieler Liebeslieder und Gedichte: Nicht, dass der Mensch fehlerlos werden muss, sondern dass er den Mut findet, seine Fehler anzuerkennen, daraus zu lernen und dennoch mit sich selbst Frieden zu schließen. Wer das schafft, entdeckt oft, dass Liebe nicht nur bedeutet, einem anderen Menschen zu vergeben, sondern auch dem eigenen, unvollkommenen Ich mit Mitgefühl zu begegnen.

Am Ende ist Selbstvergebung keine Schwäche. Sie ist eine der anspruchsvollsten Formen von Disziplin, Verantwortung und menschlicher Reife. Sie erlaubt uns, die Vergangenheit zu würdigen, ohne ihr für immer ausgeliefert zu sein.

 
 
 

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