Digitale Nomaden
- 30. Sept. 2016
- 2 Min. Lesezeit

Gibt uns die digitale Welt wirklich "die" Freiheit? Wie weit wollen wir uns in "autistischer Form" vor der realen Welt zurückziehen, indem wir uns hinter PC und Smartphone verstecken? Natürlich ist mir bewusst, dass diese Frage etwas Widersprüchliches an sich hat, denn ich nutze ja hiermit das Internet bzw. die digitale Welt. Wie es aber so viele Erfindungen an sich haben, man kann sie positiv oder negativ nutzen. Doch was ist positiv, was "gut", was "schlecht"? Manche finden mich nicht so sympatisch, weil ich oft mit der "Moralkeule" daher komme. Aber um es - aus meiner Sicht - praktisch zu beschreiben: Definition von "Gut": Das was der eigenen positiven bzw. der gemeinsamen positiven Lebenserfahrung dient und diese fördert oder zum Leben bringt ! Definition von "Schlecht" / "Böse": Das was, im Umkehrschluss zu "Gut", dem positiven lebensfördernden Erfahrungen entgegensteht, diese hemmt bzw. diese beabsichtigt zu zerstören !
Ich frage mich, wenn wir unentwegt als digitale freiheitsliebende Backpacker durch die Welt reisen, ob uns das wirklich auf Lebenszeit gut tut. Sicher würde ich, wenn ich es mir leisten könnte, auch mal einen derartigen Urlaub gönnen. Das wäre jedoch auf wenige Wochen befristet. Ich stelle es mir aber schwierig vor, komplett alleinstehend und dauerhaft diese Freiheit zu haben. Ich gebe zu, dass diese Vorstellung etwas Verlockendes in sich hat. Und dass es mich nicht wundert, wenn viele dieses Ziel anstreben. Dem stellt sich aber die Verantwortung gegenüber meinen betagten Eltern und gegenüber der Familie meiner Lebenspartnerin dar. Jeder soll nach seiner Facon selig werden. Da darf niemand dem anderen seinen Lebensentwurf nehmen. Meine Antwort auf die digitale Herausforderung ist: "Wenn es dem positiven Zusammenleben, dem sozialen Zusammenleben nützt, bin ich dabei. Wenn aber Menschen sich immer mehr isolieren und auch selbst unter dieser Isolation leiden, dann kann das für niemanden gut sein."


Kommentare