Arbeitsempfehlung an die Politik
- Peter Ochsenbauer

- vor 6 Tagen
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Konstruktives Arbeitspapier an die Bundesregierung von Peter Maximilian Ochsenbauer:„Die produktive Dienstleistungsgesellschaft als strategische Zukunftsaufgabe des Bundes“
Deutschland steht vor einer strukturellen Herausforderung, die alle Ressorts betrifft: „Realität ist eine alternde Bevölkerung, ein angespanntes Arbeitskräfteangebot und steigende Anforderungen an Pflege, Bildung und soziale Dienstleistungen. Diese Tätigkeiten werden bislang überwiegend als Kostenfaktoren behandelt.
Das ist ökonomisch falsch und politisch riskant.“ erklärt Ochsenbauer.
Care‑Arbeit, Haushaltsarbeit und soziale Dienstleistungen sind Produktionsfaktoren, die die Erwerbsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft sichern. Ohne sie gibt es keine Fachkräfte, keine Produktivität und keine Innovationsfähigkeit. Länder, die frühzeitig in soziale Dienstleistungen investiert haben, verzeichnen höhere Erwerbsquoten, stabilere regionale Wirtschaftskreisläufe und eine resilientere Gesellschaft.
Für die langfristige wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes ist jedoch eine Neubewertung notwendig: „Care‑Arbeit, Haushaltsarbeit und soziale Dienstleistungen sind zentrale Produktionsfaktoren und Voraussetzung für jede Form von Wertschöpfung.“ sagt Ochsenbauer.
„Eine produktive Dienstleistungsgesellschaft ist kein „nice to have“, sondern eine Standortvor-aussetzung. Investitionen in Pflege, Bildung und soziale Infrastruktur amortisieren sich mehrfach: Durch höhere Arbeitsmarktteilhabe, geringere Krankheitskosten, bessere Qualifikation und mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit – insbesondere von Frauen.“
Wenn Deutschland seine wirtschaftliche Basis sichern will, muss es soziale Dienstleistungen als das behandeln, was sie sind: systemrelevante Wertschöpfung. Die Zukunftsfähigkeit des Landes entscheidet sich nicht nur in der Industrie, sondern im Alltag der Menschen – in Kitas, Pflegeeinrichtungen, Haushalten und sozialen Diensten.
„Wer hier investiert, stärkt die gesamte Volkswirtschaft!“ empfiehlt Ochsenbauer
1. Historische Verantwortung und ökonomische Realität
Die heutige wirtschaftliche Stärke Deutschlands wäre ohne die Generationen von Müttern und Großmüttern nicht denkbar, die nach dem Krieg das Land durch ihre Sorge‑, Pflege‑ und Aufbauarbeit stabilisiert haben. Ihre unbezahlte und unsichtbare Arbeit hat das Fundament für das Wirtschaftswunder gelegt. Diese historische Leistung zeigt exemplarisch, dass soziale Dienstleistungen nicht „Nebenarbeit“ sind, sondern systemrelevante Infrastruktur, die wirtschaftliche Entwicklung erst ermöglicht.
2. Produktive Dienstleistungen als Standortfaktor
Eine einseitige Fokussierung auf Industrie‑ und Technologiewirtschaft führt in eine strukturelle Sackgasse. warnt Ochsenbauer. Die Innovationskraft dieser Sektoren hängt unmittelbar von der gesundheitlichen, sozialen und psychischen Stabilität der Bevölkerung ab. Menschen können nicht wie Maschinen an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden. Eine Arbeitsgesellschaft, die auf verlängerte Lebensarbeitszeiten setzt, muss zuerst sicherstellen, dass Menschen gesundheitlich und sozial in der Lage sind, länger zu arbeiten.
Dazu braucht es:
verlässliche Pflege‑ und Betreuungsstrukturen
haushaltsnahe Dienstleistungen, die Familien entlasten
hochwertige Bildungs‑ und Gesundheitsangebote
Arbeitsbedingungen, die Belastungen reduzieren statt verstärken
„Diese Bereiche sind keine Konsumausgaben, sondern Investitionen in die Arbeitsfähigkeit der gesamten Volkswirtschaft“, erwähnt Ochsenbauer.
3. Internationale Evidenz: Skandinavien als Erfolgsmodell
Skandinavische Länder haben früh erkannt, dass soziale Dienstleistungen ein wirtschaftlicher Multiplikator sind. Durch massive Investitionen in Care‑Infrastruktur, Gleichstellung und familienunterstützende Dienstleistungen erzielen sie:
höhere Erwerbsquoten
geringere Krankheitslast
bessere Bildungsleistungen
höhere Innovationsfähigkeit
stabilere öffentliche Haushalte
Ochsenbauer erklärt: „Der wirtschaftliche und gesellschaftliche Erfolg dieser Länder zeigt, dass eine produktive Dienstleistungsgesellschaft kein Kostenrisiko, sondern ein Wettbewerbsvorteil ist.“
4. Politische Implikationen für Deutschland
Für die Bundesregierung bedeutet dies eine strategische Neuausrichtung:
Soziale Dienstleistungen müssen als Wertschöpfungssektor anerkannt und entsprechend finanziert werden.
Care‑Arbeit ist Infrastruktur – und verdient denselben Stellenwert wie Energie, Verkehr oder Digitalisierung.
Investitionen in Pflege, Bildung und haushaltsnahe Dienste sind Voraussetzung für Fachkräftesicherung, Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Stabilität.
Die Gesundheit und Belastbarkeit der Bevölkerung wird zum zentralen Standortfaktor.
5. Kernaussage
Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands entscheidet sich nicht allein in der Industrie oder im Technologiesektor, erklärt Ochsenbauer, sondern im Alltag der Menschen. Eine starke soziale Infrastruktur ist die Grundlage für wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Wer soziale Dienstleistungen stärkt, stärkt die Menschen – und damit das Land! Peter Maximilian Ochsenbauer am 04.02.2026


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