Hat unsere Gesellschaft zwei große Lügen akzeptiert?
- 3. Juni 2020
- 1 Min. Lesezeit
Dave Chappelle:
„Unsere Kultur hat zwei große Lügen akzeptiert. Die erste ist, dass man, wenn man mit dem Lebensstil von jemandem nicht einverstanden ist, ihn fürchten oder hassen muss. Die zweite ist, dass man, wenn man jemanden liebt, mit allem, was er glaubt, sagt oder tut, einverstanden ist. Beides ist Unsinn!
Man muss sich selbst mit seinen Überzeugungen nicht verleugnen. Man muss nicht heucheln oder sich bloßstellen, um mitfühlend zu sein.“ (Entschuldigt bitte die etwas freie Übersetzung dieses letzten Satzes. – aber sinngemäß)
Our culture has accepted two huge lies. The first is that if you disagree with someone´s lifestyle, you must fear or hate them. The second ist that to love someone means you agree with everything they believe, say or do. Both are nonsense. You don´t have to compromise convictions to be compassionate. Dave Chappelle
Aus der Sichtweise eines „Farbigen“ hat dieses Statement sicher noch eine schwerwiegendere Bedeutung.“
Ich finde sein Statement jetzt gerade wichtig, vor dem Hintergrund der momentanen Massenunruhen, wegen der Ermordung von George Flloyd durch einen Polizisten.
Ich frage mich, ob er mit: „Unsere Kultur“ vorwiegend die Kultur seiner amerikanischen Heimat gemeint hat, oder ob dies auch für unsere Kultur in Deutschland maßgebend bzw. zutreffend sei?
Denken wir hier in Deutschland auch so, dass man jemanden fürchten oder hassen "muss", nur weil einem der Lebensstil eines Anderen nicht gefällt? und...
Wenn wir jemanden lieben, trauen wir uns trotzdem unsere eigene Meinung zu vertreten?


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